Kurt Piehl

Kurt Piehl (* 6. Januar 1928 in Dortmund; † 2. Januar 2001 in Stockelsdorf bei Lübeck) war einer der Dortmunder Edelweißpiraten, die die Verfolgung überlebt hatten und sich trauten, ihre Erfahrungen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und ihre fortgesetzte Kriminalisierung in der Nachkriegszeit öffentlich zu machen.
1980 veröffentlichte Kurt Piehl als Bürger der Nachbarstadt Bergkamen die authentische Geschichte eines Teils dieser spontanen antiautoritären Bewegung, der „Edelweißgruppe Brügmannplatz“, im Kampf gegen die Hitlerjugend und seine Zeit im Dortmunder Gestapo-Keller „Steinwache“. Der Roman endet mit den Worten: „Eine offizielle Anerkennung ihres Kampfes hat es nie gegeben, nicht als Widerstand und nicht als Verfolgung.“ Das Manuskript zu „Latscher, Pimpfe und Gestapo“ hatte er bereits in den Jahren 1961 bis 1967 fertiggestellt. Doch erst, als der Dortmunder Geschichtsprofessor Hans Müller auf Kurt Piehl aufmerksam wurde, traute er sich diese Veröffentlichung zu.

Literatur:

  • Kurt Piehl: Latscher, Pimpfe und Gestapo. In: Hans Müller (Hrsg.): Geschichte eines Edelweißpiraten. Band 1. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-925798-87-0.
  • Kurt Piehl: Rebellen mit dem Edelweiß. In: Hans Müller (Hrsg.): Geschichte eines Edelweißpiraten. Band 2. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1988, ISBN 3-925798-88-9.
  • Kurt Piehl: Schieber, Tramps, Normalverbraucher: unterwegs im Nachkriegsdeutschland. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1989, ISBN 3-925798-89-7.
  • Kurt Piehl: Tatort Baustelle: Wirtschaftswunder-Roman. Brandes & Apsel Verlag, Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-86099-434-4.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Piehl